Abschied in Etappen- gemischt mit Widersehensfreude

Wovon ich rede?
Ja das weiß ich manchmal auch nicht so genau. Manchmal drehen sich alle Buchstaben im Kreis und ich kann nicht beschreiben, was ich eigentlich sagen will.

Meine Gedanken und Gefühle stehen gerade Kopf.
Vor 3 Wochen ist Verena wieder zurück nach Deutschland. Ihre Zeit hier in Panama war abgelaufen und vor mit lagen ca. 2 Wochen „alleine“ in Panamá. Mit Verenas Abschied, hat auch meine 1. Etappe des Abschieds begonnen. Verenas letzter Tag hier in Panama ist zufällig auf einen Dienstag gefallen – & Dienstags ist hier immer der Schulgottesdienst. Unsere Schüler haben hierfür nicht nur ein Abschiedslied sondern auch einen „típico“ (Tanz) einstudiert. Es war soooo schön – so schön, dass mir ein paar Tränchen gekullert sind, und das obwohl es gar nicht mein Abschied war…. Aber allein der Gedanke die kleinen Rabauken bald nicht mehr um mich rum zu haben & mich mit ihnen rumzustreiten, fand ich furchtbar. Nach dem Gottesdienst wurde ich allerdings von unzähligen Schülern umarmt und verabschiedet, ABER ES WAR DOCH GAR NICHT MEIN ABSCHIED. Das ist  gar nicht so einfach, das den Kinder zu erklären. Denn warum geht Verena und ich nicht? –„Genau Verena (!) was war das eigentlich für eine doofe Idee?“

Als Verena dann weg war, wurde ich von dem Mädchen noch viel mehr belagert. Sie wollten mich nämlich nicht alleine lassen, da es doch im Heim spukt & ich alleine im Zimmer angst haben könnte 😉 Dabei war es auch mal ganz nett alleine zu sein…und ich bin auch keinem Gespenst begegnet.
Alleine zu sein hieß dann auch alleine zu unterrichten. Es war gar nicht so einfach etwas zu erklären, zeitgleich einen Tafelanschrieb zu machen und dann noch umher rennende Schüler // Klassenkasper ruhig zu bekommen -> „Verena du wärst aber stolz auf mich gewesen & du kannst dir auch bestimmt vorstellen wie es abging. Aber es hätte noch schlimmer kommwn können- keiner hat sein Mäppchen in den Ventilator geschmissen oder eine Bleistiftmine im Kopf gehabt“

Jetzt befinde ich mich allerdings nicht mehr „alleine“ in Panama.
Vor 2 Wochen kam nämlich ein Flugzeug nach Panama geflogen und hatte eine ziemlich wertvolle Ware an Bord. Seit 2 Wochen habe ich meine Mama und mein Schwesterherzchen wieder an meiner Seite.

 

 

 

 

 

Sie sind nach Panamá gekommen um sicher zu gehen, dass ich auch wirklich wieder Heim komme;) Es wäre nämlich schon eine Überlegung hier zu bleiben. Zum einen ist immer schön warm, die Leute sind herzlich nett, die Klamotten um eiiiiniges billiger – sowie auch der Sprit (1$ der Liter!!) und nicht zu vergessen: „das Land einfach unglaublich!“
So wie ich Panama erlebt habe, habe ich es auch meiner Mama und meiner Schwester gezeigt und somit habe ich mit ihnen meine letzten 2 Wochen in Panama verbracht.
2 wunderschöne Wochen 🙂
Unter anderem aber auch meinen letzten Schultag als „teacher“ an der Schule (vor 10 Tagen). An diesem Tag hat sich die gesamte Schule im großen Schulsaal versammelt und es wurde für mich gesungen típico getanzt. Mir wurden Geschenke überreicht, es sind Tränen geflossen und ich konnte mich vor Umarmungen kaum noch retten. Dabei bin ich ja immer noch da…und hatte somit die 2. Etappe meines Abschieds. Es war Herz zerreisend – s c h ö n und t r a u r i g.

Aber wie erkläre ich den Kindern warum es ständig Abschiede gibt, ich aber immer noch da bin? Das ist für sie total verwirrend und nicht einfach zu verstehen…
Daher wird der letzte & endgültige Abschied echt heftig, denn dann muss ich ihnen sagen, dass ich gehe… in echt!
Realisieren tu ich es aber absolut noch nicht. In 3 Tagen werde ich wieder daheim sein – das ist für mich so unwahr.
Das heißt ich kann wieder Brezeln essen & warm duschen. Werde wieder eine Spülmaschine, einen Staubsauger und mein Autole haben. Sowie auch den Schwarzwälder Boten am Morgen. (Ist  ja nicht so als ob ich den je gelesen hätte, aber wenn man was nicht um sich hat, fällt einem erst auf, dass man es „vermisst“- genauso freue ich mich auf eine Rote Wurst im Weckle mit Senf, dabei ess ich das eigentlich gar nie, tztztz)

Eigentlich wollte ich jetzt noch schreiben was mir Panama gebracht hat & was ich gelernt habe – was ich erlebt habe & wie ich mich verändert habe. Aber ich kann das gerade nicht. Durch das Schreiben dieses Eintrags hat mein Kopf langsam gecheckt, dass ich echt Heim gehe…
Ich werde darüber schreiben wenn ich wieder in Deutschland bin und meine Brezel gegessen und ein Glas Apfelschorle getrunken habe…aber gerade bekomme ich das nicht auf die Reihe.

Wenn ihr mich jetzt sehen könntet, würdet ihr sehen wie ich lächle da ich mich auf zu Hause bzw auf euch mega freue. Endlich kann ich euch wieder in die Arme nehmen.
Aber zeitgleich würdet ihr auch sehen, dass ich Tränen in den Augen habe – da  m e i n  Jahr nun zu Ende geht…und ich mir einfach nicht vorstellen kann in 3 Tagen ohne 13 Mädels um mich rum in meinem Zimmer zu sitzen, während sie sich die Nägel lackieren, Haare glätten, Bilder für mich malen und in meinem Facebook account rumschnüffeln…
Sie werden mir so fehlen [auch wenn sie mich oft in den Wahnsinn getrieben haben <3]

Tja, vor ca 365 Tagen hat meine große Reise begonnen. Ich habe wie Tiger & Bär versucht das Land meiner Träume zu finden, mit dem Unterschied – ich war wiklrich da & habe 1 Jahr hier gelebt. In dem Land in dem es nach Bananen riecht 😉
Aber eins haben Tiger & Bär und ich gemeinsam:

W i r   l i e b e n   P a n a m a !

德国人 星期

Vor ungefähr 7 Monaten hab ich ein Päckchen aus Deutschland erhalten.
Was da drin war? Bücher, Schokolade und mein Dirndl. Mein Dirndl????

Verena und ich hatten schon lange einen Plan, einen Plan, den wir unbedingt umsetzen wollten, aber immer weiter nach hinten rausgeschoben haben.

Jetzt rennt uns aber die Zeit davon und deswegen kam endlich mein Dindl zum Einsatz. Aber allein mit einem Dirndl war es nicht getan. Es wurden 30 Plakate, Luftballons, Eddings, Krepppapier, kiloweise Zucker, Mehl und Butter gekauft und los gings!!

Aber was ging eigentlich los?
Ich fang mal so an. Panama ist komplett anders als Deutschland. Von den Traditionen über Landschaft & Klima bis hin zur Schule. Ja sogar das Essen ist anders -höhöhö. 90% der Leute, die ich hier kennen lernen durfte, haben Panama z.T noch nie verlassen. Deswegen wollten Verena und ich ein bisschen Deutschland nach Panama bringen 🙂
Wie stellt man so was am Besten an?
Wir haben uns mit der Direktorin zusammen gesetzt und ihr von unserem Plan erzählt, eine Semana Alemana zu machen. Wie wir uns das genau vorgestellt hatten, wussten wir selber nicht, aber Hauptsache der Termin stand 🙂 Eine komplette Woche wurden wir 2 vom Unterricht befreit um unsere Semana Alemana durchzuführen.
Was haben wir da eigentlich so gemacht?
6 Tage bevor es so weit war, haben wir mal angefangen zu planen. Über was werden wir reden? Machen wir eine Ausstellung oder gehen wir von Klassenzimmer zu Klassenzimmer? Wie lang reden wir vor jeder Klasse? Schreiben wir der Deutschen Botschaft? Und machen wir eine Power Point oder nicht ?

Die Punkte, über die wir reden wollten, standen schnell fest 🙂 Wir haben einfach all das gesammelt, über das wir ständig ausgefragt werden.
-Wo liegt Deutschland
-Wie wohnt ihr?
-Habt ihr 4 Jahreszeiten?
-Wie ist der Schnee?
-Schule in Deutschland? (Fragen von den Lehrern- benehmen dich die Schüler da auch so schlecht?)
-Fasnet 🙂
-Essen / Früchte
-Fußball
-Tiere
-Autos
-Geld
-Autobahnen
-DEUTSCHE WÖRTER
– und ganz wichtig „Oh wie schön ist Panamá“

Ob wir der Botschaft geschrieben haben?
Ja haben wir 🙂 und sie haben uns auch ganz viele Sachen gegeben, die sehr hilfreich für unsere Semana Alemana waren. Ganz viele Zeitschriften mit Bildern drin- sogar mit spanischen Texten . Dann noch Deutschlandfähnchen und Plakate.
Ob wir uns für eine Ausstellung oder den Gang von Klassenzimmer zu Klassenzimmer entschieden haben? Wir haben die Direktorin gefragt, ob wir eventuell ein Klassenzimmer für diese Woche haben können und haben –schwuppdiwupps- auch eines bekommen. Das unordentlichste überhaupt. Aber das hat keine Rolle gespielt, denn Verena und ich haben Zauberhändchen und mit diesen Zauberhändchen haben wir uns in die Arbeit gestürzt. Es wurden Max & Heidi gebastelt und unzählige Plakate beklebt.

Es wurde gemalt, diskutiert und geflucht- „Wer hatte eigentlich die Idee, eine Semana Alemana zu machen?“ Aber es kam noch schlimmer. „Wer hatte eigentlich die doofe Idee für jeden Schüler einen Keks zu backen?“ 😀 Verena und ich wollten den Kindern unbedingt etwas „aus Deutschland geben“ Für jeden Spätzle zu machen? Ähh nein. Für jeden ein Brötchen backen?- ähh nein. Für jeden ein Keks backen`? ja das geht doch…gibt’s in Deutschland zwar nur an Weihnachten, aber egal 🙂 Da wir 2 solche Mathe Asse sind, haben wir ausgerechnet, wie viele Schüler an der Schule sind und haben uns ans Backen gemacht. Allerdings haben wir bei unseren Berechnungen NUR die ca. 600 Schüler einberechnet. Die verfressenen Mädchen, Lehrer, Putzfrauen- und dann gibt’s ja auch noch Verena und mich- haben wir natürlich vergessen & so kam es, dass wir ca 1000 Kekse gebacken haben. Die Mädchen haben uns dabei zwar ganz süß geholfen, aber dadurch haben wir ungefähr doppelt so lang gebraucht und hatten im Nachhinein einen dreifach so schlimmen Saustall 😀 Nächstes Weihnachten bin ich ein Profi im Plätzchen backen 🙂

Nachdem alle Plätzchen und Plakate fertig waren, ging es ab in „unser Klassenzimmer“, welches wir mit unseren Zauberhändchen in eine Deutschlandausstellung verwandelt haben. Sonntagabends konnten wir dann in aller Seelenruhe schlafen gehen und uns auf die folgende Semana Alemana freuen, auf die ich ganz locker vorausgeschaut habe. Und letzten Montag war es dann so weit. Ich bin morgens allerdings mit Herzrasen aufgewacht. -warum? Weil mir aufgefallen ist, dass Verena und ich weder durchgesprochen haben WER WAS sagt, WAS man sagt & WANN man es sagt. Wir hatten kein Plan, wie lang unsere Präsentation dauern wird…und dann- 10 Minuten bevor die erste Klasse kam, hab ich mein Dirndl angezogen, habe währenddessen das Keksbacken so was von verflucht (hatte Angst den Reisverschluss nicht zu zukriegen), und hatte somit kurz eine Panik Attacke. Die war aber umsonst, der Reisverschluss ging nämlich letztendlich „ohne Probleme“ zu 😀 Und so standen wir vor der ersten Klasse & haben einfach mal darauf losgeredet 🙂
Das ist eigentlich total untypisch für mich…egal welche Art von Vortrag ich auch immer halten musste, er wurde davor immer auswenidig gelernt -und auf Spanisch gleich 3 mal!
Daher muss ich gestehen,  dass ich total stolz auf uns bin. Ohne einen Text auch nur ansatzweise vorbereitet zu haben, haben wir es geschafft 50 minuten am Stück nur über Deutschland zu reden und das in unserem so was von gar nicht perfekten Spanisch:) Aber das war mir egal, es hat einfach nur Spaß gemacht & die Nervosität war wie weggeblasen. Und so kam, die ganze Woche über, eine Schulklasse nach der anderen zu unserer Deutschlandausstellung- Insgesammt 13 Klassen…
Wie haben sie auf mein Dirndl reagiert? Die Meisten Mädchen kamen hergerannt und haben gesagt, ayy que lindoo “ [oh wie schön ]
Und andere kamen her und haben gesagt, „pareces a una cocinera o una limpiadora“ [Du ähnelst einer Köchin oder einer Putzfrau]- dankee 😀

Es war schön vor jeder einzelnen Klasse zu stehen & über Deutschland zu reden. Muss allerdings auch gestehen, dass ich nach den ersten 6 Klassen kurz keine Lust mehr hatte- denn 13 mal je 1 Stunde über Deutschland zu reden… das hat es in sich 🙂
Es war schön und lustig zu sehen, wo die Kinder Deutschland bzw Panama hingesetzt haben 😀
Es war schön zu sehen und zu hören, wie sie immer gesagt haben „inez, llevame pa alemania“ [Nehm mich nach Deutschland mit.]
Und am Schönsten war es, deren Reaktionen bei ganz bestimmten Themen zu sehen. Wenn wir Bilder vom Schnee gezeigt haben, kam ein „ohhhh ich will nach Deutschland“ Als wir über die Schule geredet & erzählt haben, dass wir keine Schuluniform haben und an unserem ersten Schultag eine Schultüte kriegen, kam „Inez & Verena nehmt mich mit nach Deutschland“. Als Wir über Fasnet geredet haben und sie die ersten Bilder gesehen haben, kam ein „AHHHHHHHH was ist das?“ als ich das aller erklärt habe und gesagt habe, dass ich ein Dämon bin, waren sie etwas verwirrt. Als ich dann aber erzählt habe, dass bei Umzügen Bonbons geworfen werden haben sie gesagt: „Inez, ohne scheiß- nehm mich mit!!“.

Ich zeig euch jetzt einfach mal noch ein paar Bilder, sonst entwickelt sich dieser Eintrag noch zu einem Buch, weil ich könnte endlos weiter schreiben …

Darf ich vorstellen -"unsere Deutschlandausstellung "

darf ich vorstellen -„unsere Deutschlandausstellung „

🙂

Beim Spätzlespresse erklären 🙂

Nationalhymne singen 🙂 wie die großen Fußballspieler

[Wir sind für 1 Jahr Freiwillige und arbeiten hier in der Schule (wir unterrichten die 3 Klasse in Englisch)
Und wir wohnen mit den Mädchen zusammen im Heim.
Dieses Jahr ist 1 soziales Jahr zwischen Abitur und Uni.
Wir sind Teil einer kleinen Deutschen Organisation welche sich Claim for Dignity nennt. Und unsere Freiwilligenarbeit ist Teil des staatlich geförderten Weltwärtsprogramms.  ]

am letzten Tag wurde alles ins großen Foyer gehängt 🙂

Das Highlight dieser Woche war allerdings der Besuch des Deutschen Botschafters : ) Es war toll, dass er vorbeigeschaut hat- nur wegen uns : ). Am Ende hat er  vor einer Klasse auch noch ein bisschen etwas über Deutschland erzählt. Es war toll, dass er & seine Frau Marie vorbei geschaut haben.

Die Kinder und auch die Lehrerinnen begrüßen uns jetzt mit „Hallo, Guten Morgen- wie gehts“ und, können „Ich liebe dich “ sagen. Und die Mädels im Heim kommen seit einer Woche immer mit einem „Danke“ oder „Bitte“ wenn sie was wollen 😀 Oh und wir werden täglich gefragt, ob wir noch Kekse haben- aber ich hab keine Lust mehr noch mal 1000 zu backen 😉 Und sie versuchen krampfhaft „Özil“& „Müller“ richtig auszusprechen, raus kommt aber nur „OoooozIIL“ und „Mullllllerrrr“ 😀
Und und und…

Unsere Semana Alemana war ein voller Erfolg. Wir haben nur positive Rückmeldung bekommen. Und wenn man bedenkt wie viele Leute unsere Semana Alemana erreicht hat? -> …einen ganzen Haufen.
Ein Papi kam z.B zu mir her und hat mir erzählt, dass sein Sohn ihm versucht hat beizubringen, „Özil“ richtig aus zu sprechen. Hier kannte nämlich keiner das komische „O“ mit den zwei Punkten drauf:) Jetzt aber schon … Es ist schön zu sehen, an was sich die Kinder  (für vielleicht immer?) erinnern und was sie daheim erzählt haben.

Ich bin einfach glücklich & ich könnte noch ewig weiter erzählen, aber ich glaub, dann würde ich an Lesern verlieren:)

– wir haben es geschafft, etwas Deutschland nach Panama zu bringen 🙂
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PS: Vielleicht sollte ich noch erklären was mein Titel zu bedeuten hat?
Das ist Chinesisch und heißt laut LEO „Deutsche Woche“.
Ich wollte es allerdings werder auf  Spanisch noch auf Englisch und schon garnicht auf Deutsch hinschreiben, sonst hättet ihr gleich gewusst, worum es in meinem Blogeintrag geht 🙂
…deswegen Chinesisch…

feliz día del padre !

Der dritte Sonntag im Juni, ist in Panamá ein ganz besonderer Tag.
In der Schule werden wieder unzählige Karten gebastelt und alle reden nur noch davon.
-Davon, dass Heute „el día del padre“ ist!   [V a t e r t a g].

Papa, daher ist für dich heute auch Vatertag : )
Und ich will dir sagen, dass ich soo froh & glücklich bin, dass ich dich habe!
Du bist immer für mich da & unterstützt mich,
bringst mich immer zum Lachen,
hälst mich auf dem Laufenden : ),
und ich kann einfach immer zu dir kommen.

Du hast mir so viel beigebracht- Dinge die fürs Leben wichtig sind – Naja, manchmal liegt das auch im Auge des Betrachters: )
Du hast mich und meine Launen immer ertagen & wirst sie noch ganz oft ertragen müssen : )
Und du hast mir ganz viel Blödsinn beigebracht : ) Dinge die mir immernoch im Kopf rumschwirren und nicht mehr rauswollen- so wie die Baden Baden die in Barden baden: )

Kurz: Ich liebe dich
d a n k e ,  d a s s   e s   d i c h   g i b t  ! ! !

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Rumgehüpfe – Terrorzwerge – Santa Catalina

Solo falta poquito…
alter Schwede die Zeit hat sich eine Rakete unter den Hintern gebunden und düüüst davon….
Aber  bevor ich hier weg gehe, macht die Zeit noch ein paar Loopings, dreht sich dreimal im Kreis und macht noch ein paar zwischen Stopps:) so gesehen sind 1 1/2 Monate noch ganz schön lang…

Ich habe eingesehen, dass es mal wieder Zeit für einen neuen Blogeintrag ist, der letzte ist nämlich schon fast 2 Monate her- verdammt 1 1/2 Monate sind doch nicht so lang :O
Was ist in letzter Zeit so passiert?
In letzter Zeit habe ich mich eigentlich hauptsächlich mit meinen Bewerbungen für die Unis beschäftigt. Es ist komisch von hier aus Online Bewerbungen auszufüllen. Hier bin ich einfach in einer komplett anderen Welt, in einer Welt, in der ich kleine Terrorzwerge unterrichte. Während sich 9365.142 km weit weg die Hochschulen darum streiten werden, wer mich als Studentin haben darf. :).
Aber den größten Teil habe ich jetzt hinter mir. Nachdem ich unzählige Male was falsch ausgefüllt habe- Althengstett falsch geschrieben oder angegeben habe, dass ich von 2008 bis 2011 in Panama bin ?!?- bin ich endlich fertig 🙂 Jaa jetzt kann ich auch drüber schmunzeln wie schusselig ich doch sein kann, aber wenn die ganzen kleinen Kinder um einen rumhüpfen, ist es gar nicht so einfach sich zu konzentrieren…dann kann es eben mal passieren, dass ich 3 Jahre Freiwilligendienst mache;)
Andererseits muss ich aber das um mich rumgehüpfe noch genießen, denn bald werde ich DAS nicht mehr haben. Kein

 „Inez, puedo usar tu baño?“ // darf ich bei dir aufs Klo?
 „Inez, dame una hoja “  // gib mir ein Blatt.
“Inez, puedo tomar fotos?”  // darf ich Bilder machen?
“Ineeeeeeeee, ella me pegó” // ineeeeeeeeeeeeeeeeeeee sie hat mich geschlagen.
“Inez, peiname”  // frisier mich.
“Inez, me puedes planchar el pello?” // kannst du mir dir Haare glätten
“Inez, por favor acompañame a mi cuarto, yo tengo miedo”  // begleite mich bitte in mein Zimmer, ich habe angst.
„Inez, dame chicle“ //
gib mir Kaugummi
“Inez, puedo pintarme las uñas?” //
darf ich meine Fingernägel lackieren?

Und in bald werde ich auch kein Saustall mehr in meinem Zimmer haben, den die kleinen Mädchen hier tag täglich veranstalten.
nein- schon ganz bald werde ich nur noch in meinem eigenen Saustall leben. [Verdammt, dann kann ich ja niemanden mehr dafür verantwortlich machen, wenn was fehlt?]

Jetzt habe ich gerade überlegt über was ich noch schreiben kann, hab gedacht- mist es gibt gar nichts zu erzählen, aber dann … mhh ich schreib einfach mal darauf los 🙂
Vor kurzem haben wir für die Mädchen Apfelküchle mit Vanille Eis gemacht.
Apfelküchle– damit sie mal was „deutsches“ essen.
Vanille Eis– als Sicherheit, falls ihnen unsere Apfelküchle nicht schmecken sollten 🙂 Denn wer mag kein Vanille Eis?

Ihr glaubt gar nicht, was das für ein rießen Berg geworden ist 🙂  Macht das mal für 15 verfressene Mädchen … Wobei ¾ der Mädchen mehr auf die „Küchle“ als auf den „Apfel“ abgefahren sind. Warmen Apfel fanden sie nämlich komisch…aber zum Reis eine Banane essen- jajaja die Panameños halt.
Sie waren so glücklich, dass wir das für sie gemacht haben-  Ein „Danke“ ist normalerweise nicht in ihrem Wortschatz vorhanden. Aber an diesem Abend ist es über jede einzelne Lippe geflutscht 🙂
Der Umgangston der Mädchen untereinander ist nämlich teilweise echt wüscht. Sie schreien sich an oder machen sich gegenseitig fertig. Wenn sie so in unserem Zimmer reden, müssen sie raus. Ich mag das nicht. Irgendjemand muss ihnen ja sagen, dass es so nicht geht. „Danke“ & „Bitte“ sind von Seltenheit…und das finde ich sehr schade. Immerhin haben sie aufgehört so in unserem Zimmer zu reden, denn wer will schon 1 Tag Zimmerverbot bei den Alemanas haben?:)

Bei unseren Schülern fruchtet so was allerdings gar nicht 😀 Da können wir sagen was wir wollen & sie sind trotzdem frech…
Ich bring euch mal auf den neusten Stand, was meine Schüler angeht. Die Horrorklasse wurde wieder zusammen getan, weil sich aus Sicht der Direktion nichts gebessert hatte. Als ich das erfahren habe war ich kurz vor dem streiken! Ich hätte mich geweigert sie weiter zu unterrichten, wenn sie nicht eine neue Klassenlehrerin bekommen hätten (die Dritte in diesem Jahr!). Sie ist eine der strengsten Lehrerinnen der ganzen Schule und wenn sie den Raum betritt, traut sich keiner mehr auch nur zu atmen. Sie bleibt mit uns im Raum und seit dem können wir mit der Horrorklasse ganz tollen Unterricht machen. Sie schreiben gute Noten und ich bin einfach nur glücklich 🙂 Die Terrorzwerge können echt lieb sein …
Dass sie sich davor so schlecht benommen haben, hieß nicht, dass sie mich nicht mochten. Ich hatte einfach nur keine Chance mich durchzusetzen und wenn das die Schüler merken, drehen sie natürlich völlig am Rad. Ist doch in Deutschland genau so…
Jetzt bekomme ich von ihnen cartas in denen steht. „Danke teacher Inez, dass du mir englisch beibringst“ und mit einem bin ich sogar schon verlobt 😀
Freitags sind Verena und ich allerdings immer alleine mit ihnen im Raum. Unterricht kann man da vergessen, also wird da gemalt oder gebastelt…wie z.B ein Spider mobile:)


Zuerst haben wir ihnen das Lied Itzy Bitzy Spider beigebracht und danach wurde gebastelt. Da war ich so was von in meinem Element…es ist so cool sich mit ihnen an einen Tisch zu setzten, zu malen und einfach nur zu quatschen.


Und Thema Nummer 1 war natürlich mein Abschied…seit kurzem sprechen mich sowohl Schüler als auch Lehrer immer öfter darauf an. Ich will darüber aber eigentlich gar nicht reden, weil es ja noch ein Weilchen dauert und ich jede Sekunde bis dahin genießen will…Sie wollen nicht zulassen, dass ich bald gehen werde und sagen ständig, dass ich doch hier studieren und einem Panameño heiraten soll 😀 Aber das hat mir mein Papa verboten ..gell Vaddr;)
Er hat nämlich gesagt „Wehe du kommst nicht alleine zurück“.
Auch wissen die Kinder nicht wen sie als neuen Englischlehrer kriegen? Wenn Verena und ich weg sind, wer wird dann die kleinen Terrorzwerge unterrichten? Bis jetzt hat sich noch kein neuer Lehrer gefunden und unsere Nachfolgerinnen kann man ja auch nicht gleich ins kalte Wasser schmeißen…
Vamos a ver // Wir werden sehen…bis dahin werden wir auf jeden fall noch unterrichten, sie mit Vokabeln quälen, ganz viele Bilder malen, uns streiten & diskutieren, Gedichte lernen und Küsschen & Umarmungen verteilen 🙂
Ich bin jedenfalls stolz auf unsere Schüler. Vor 2 Wochen hatten sie nämlich ein Examen und haben es 1A gemeistert. Es ist schön zu sehen, dass unser Unterricht was bringt.

Letzte Woche hatte ich allerdings eine Woche Ferien, das ist natürlich die Zeit des Reisens- Juhee!!
Da ging es an einen Surferstrand in der Provinz Veraguas und zwar nach Santa Catalina!
Nach einer 8 Stündigen Busfahrt und nervtötenden Filmen, die bei jeder Busfahrt laufen, sind wir am Ziel angekommen.
Wir sind in einem total coolen Hostel gelandet und haben tolle Leute kennengelernt.
Bevor ich nach Panama gegangen bin, hab ich zu mir gesagt. „Inez du gehst nicht nach Deutschland zurück, ohne Salsa und Surfen zu lernen“
Beim Surfen kann ich jetzt endlich ein Häkchen dahinter machen 🙂 juhuuu
Es macht soo spaß! Da nehme ich Sonnenbrand, blauen Flecken und Muskelkater gerne in Kauf 🙂 Gut, ich stell mich nach wie vor noch ungeschickt an….aber egal, die Hauptsache ist ja, das es Spaß macht :)und as macht es zu 100 %.

Was Salsa angeht…naja da muss ich noch ein bisschen üben. Die Grundschritte sind ja nicht schwer, aber ich bin ein Mensch der lieber alleine tanzt und sich nicht von irgendjemand führen lässt…
Wenn ich es also in den nächsten Wochen nicht lerne…mhh muss ich wohl hier bleiben
Denn ich gehe nicht zurück ohne Salsa [  ] und Surfen [X] gelernt zu haben!

Ich habe meinen Eintrag über das Suchspiel am  14. November 2011 veröffentlicht

Heute ist der 24. April 2012

Ähm ja, ich kann zu meiner Verteidigung sagen, dass die letzten Briefe erst vor 4 Wochen angekommen sind und bis ich dann letztendlich in die Pötte gekommen bin.. . .  .   .    .     .      .

….Inez halt:)….

Schon ein bisschen lustig. Höhöhö— Ich habe aus dem eigentlichen Anmeldeschluss „Weihnachten“ kurzerhand „Ostern“ gemacht.
Aber ich wäre nicht Inez, wenn ich keinen Sündenbock finden würde:
-> Die Panama Post ist schuld!
So ist das nämlich!

Es haben insgesamt 19 mitgemacht & ich habe mich über jeden einzelnen Brief gefreut:) Auch wenn die falsche Zahl drin stand & die Hälfte der Karten eigentlich bei uns daheim am Kühlschrank hängen, war es toll 19 Karten // Briefe zu erhalten:)
Danke, dass ihr alle mitgemacht habt:) ich war echt überrascht.
[ Mama, ist unser Kühlschrank jetzt nackig? ]
Aber nicht nur ich war überrascht, sondern auch der  Postmann:D Er hat jede Woche aufs Neue ganz verwundert geschaut, als er mir einen neuen Stapel Karten // Briefe überreicht hat:)

Tja, was war jetzt aber die richtige Lösung & wer ist der glückliche Gewinner?

Laut meiner Schwester ist der Lösungsweg doch ganz logisch:

„Das hab ich gleich gewusst…
…dass es 11 Rittersporttafeln sind.

Mein weiblicher Instinkt sagt nämlich, dass es 11 Rittersporttafeln sein müssen, da 11 eine Fasnetszahl, Schnapszahl und sogar eine Primzahl ist. Außerdem wolltest du tief im Inneren den Beitrag am 11.11.2011 veröffentlichen“

Da habt ihr den Salat, so siehts nämlich aus 😀
Mein Schwesterherz denkt lieber über 1000 Ecken, kommt aber doch zum richtigen Ergebnis:)
Andere unter euch sind aber auch auf normalem Weg zur richtigen Lösung gekommen und da es ja nur einen Gewinner geben kann, habe ich ein kleines Mädchen aus dem Heim (Yinela, 7 Jahre) eine Karte ziehen lassen und gewonnen hat

>> TOBIAS SCHNABEL <<

juhuu yeahh & boom boom
Dein Überraschungspäckchen befindet sich entweder noch auf der Poststelle in Panama, auf / über dem Ozean oder in Deutschland. 🙂 Man weis es nicht, man weis es nicht, aber es ist unterwegs:)

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Da ich den Anmeldeschluss auf Ostern verschoben habe, kann ich eigentlich gleich mal kurz erzählen, wie Ostern in Panamá war:)
Kam der Osterhase? Gab es Schokiosterhasen? Gab es bunt bemalte Eier?

Man läuft durch den Einkaufsladen & sieht nicht einen Schockohasen…
man läuft durch die Straßen und sieht nicht ein bunt bemaltes Ei an Bäumen oder Sträuchern hängen…und hier wachsen auch keine Osterglocken.
Ob ich den Osterhasen gesehen habe? …das verrate ich noch nicht 🙂

Dadurch, dass wir im Supermarkt keine Schokiosterhasen finden konnten, sind wir eben zur Schreibwahrenabteilung gelaufen, haben Wasserfarben & buntes Papier gekauft…haben uns eine Pallette Eier in der Küche der Einrichtung besorgt… haben uns die Heim Mädels geschnappt und uns ans Eier ausblasen gemacht:) Ich lass es mir doch nicht entgehen, mit den Mädels Eier zu bemalen:) es war echt lustig, denn die Farbe ist überall gelandet.
– an den Händen, an den Wänden, im Gesicht, auf den Boden, auf Klamotten, in den Haaren & auch ein bisschen auf den Eiern 🙂 –

Sie hat den Gewinner gelost :)

Sie hat den Gewinner gelost 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

Es sind ganz hübsche Ostereier entstanden, aber meins war natürlich das aller aller schönste, keine Frage 😛
Das Eier bemalen war für sie jedoch nicht wirklich etwas Neues. In der Schule haben sie nämlich auch angefangen gehabt, Styroporeier anzumalen, in welche sie kleine Schokolädchen gatan haben, um sie dann zu verschenken. Das ist hier in Panamá so Tradition. Eigentlich eine ganz süße Geste…aber kriegen sie auch was vom Osterhasen? …

In unseren Englischstunden haben wir natürlich auch über Ostern in Deutschland geredet…vieeel besser als über Personal Pronouns zu quatschen 😉
Wir haben das ganze in einem Reading Text verpackt, mit dem Titel:
„Easter in Germany“

 

 

 

 
Soo Muckmäuschen still haben wir die Klassen noch nie gekriegt. Sogar die Terrorjungs saßen ganz ruhig und gespannt auf ihren Plätzen und sind unserer Erzählung über Ostern in Deutschland, ganz gespannt gefolgt.
Ihr hättet ihre strahlenden Augen sehen sollen, als wir gesagt haben, dass bei uns der Osterhase kommt & er Eier und Schokolade in den Gärten versteckt. Und ihre Augen wurden noch größer, als sie erfahren haben dass er aber noch nieee von jemandem gesehen wurde, weil er ganz ganz schüchtern ist und schnell von Garten zu Garten hoppelt, während die Kinder in der Kirche sind…
Ein Schüler hat daraufhin nur gemeint :“Ohh Inez, ich will mit dir nach Deutschland“
Und ein anderer (einer von 48!!) hat sich getraut zu fragen :“Ist der echt real?“
Und so wurden die ganze Stunde Ostereier & Osterhasen gemalt und unendlich viele Fragen über Deutschland gestellt 🙂

 

 

 

 

 

 

Kam dann vielleicht dieses Jahr derOsterhase in Panamá?
Mhhh…

Ostern wird hier jedenfalls ganz ganz religiös gefeiert. Es folgt ein Gottesdienst nach dem anderen.
Angefangen hat es mit der Palmprozession am Palmsonntag. 2 Stunden sind wir bei praller Sonne durch el Chorrillo gelaufen, mit anschließendem Gottesdienst.
Der Gründonnerstag wurde mit einem abendlichen / nächtlichen Gottesdienst gestaltet. Es wurden 12 Gemeindemitgliedern die Füße gewaschen… & nach einer feierlichen misa (Gottesdienst) ging es weiter in die Nacht hinein. Es handelt sich um die Nacht, in der Jesus von seinen Jüngern verraten wurde. Um das zu „verhindern“ haben verschiedene Gemeindegruppen die ganze Nacht in der Kirche „gewacht“. Von der Jugend über die Nonnen bis hin zu den Padres. Für mich war das was komplett Neues. Eine komplett neue Stimmung ist auf mich zu gekommen. Man sitzt in einer abgedunkelten Kirche und lauscht verschiedenen Vorlesungen und Gesängen. Ich muss gestehen, dass ich nicht die ganze Nacht durchgehalten habe…das war mir etwas zuu ruhig…
Mehr habe ich von den Gottesdiensten während der Semana Santa (Osterwoche) jedoch nicht mitbekommen, da wir spontan mit ein paar Freunden an den Strand gefahren sind. Auch nicht schlecht Osstern im Pool und am Meer zu verbringen…das Eier suchen hat jedoch ein bisschen gefehlt, denn…

…der Osterhase kam nicht nach Panamá gehoppelt. Vielleicht war ihm der Ozean zu kalt? Der Weg zu weit, oder er spricht einfach kein Spanisch & hatte Angst?
Aber das werden wir wohl nie erfahren, denn der Osterhase ist nun mal der Osterhase- der schüchtern von Garten zu Garten hoppelt, ohne jemals gesehen zu werden…

die Zeit geht rückwärts …

Seit 220 tagen, habe ich nicht mehr in meinem Bett geschlafen. Habe keinen Kaba mehr getrunken und habe keine täglichen Telefonate mit meiner besten Freundin geführt.
Seit 220 tagen habe ich meine Mama, meine Schwester, ….nicht mehr im Arm gehabt, keine Brezeln gegessen und meine Mama mit meinem Saustall nicht mehr auf die Palme gebracht:)

Seit 220 Tagen bin ich in Panamá, habe täglich 1.000.000 Kinder um mich rum und meinen besten Kumpel Egon stehts an meiner Seite:)
Seit 220 Tagen rede ich täglich Spanisch, blamiere mich oft und verliebe mich täglich aufs Neue in das Land bzw. in mein Ghetto- Yo Yo Yo 🙂
oder : seit 220 Tagen muss Verena meinen Saustall ertragen:)

¾ von meinem Freiwilligendienst sind schon um und ich frage mich:
„Wo zur Hölle ist die Zeit hin??“
Noch vor ein paar Monaten, kam mir ein Jahr unglaublich lang vor. Doch jetzt geht die Zeit rückwärts und mir bleiben nur noch 4 Monate.

Mit dem Anpfiff der zweiten Halbzeit, hat es in meinem Kopf  K l i c k  gemacht. Ich habe keine Angst mehr zu reden -meine Sätze sind zwar grammatikalisch nicht perfekt, aber so lange man mich versteht & ich sagen kann, was ich will, ist doch alles gut:)
Es läuft also nicht mehr so ab:

Inez: „Verena frag duuuu!! Ich hab letztes Mal gefragt & jetzt bist du dran!“
Verena: „Ich trau mich aber nicht.“
Inez: „Ja ich mich doch auch nicht!!“
Beide: „Ja gut, dann fragen wir eben nicht “ 😀

Telefonate führe ich zwar immer noch ungern, aber da muss ich halt durch:)
Anfangs hatte ich immer Angst, dass dieser K l i c k  niemals kommen wird. Ich kannte ihn nur aus Erzählungen anderer und alle haben immer gesagt, „der kommt schon noch“.
-Und jeder Einzelne hatte recht.

Ich habe das Gefühlt, dass mit dem 6. Monat, mein Auslandsjahr erst soo richtig angefangen hat. Ich bin nicht mehr so schüchtern, kenne die Leute & kenne die Umgebung.

el Chorrillo

el Chorrillo

Panamá City ❤

Wenn ich durch die Einrichtung laufe, werde ich aus allen Ecken begrüß, die Omis & Opis im Altersheim erkennen mich und es fällt ihnen auf, wenn ich 2/3 Tage nicht da war. Sie freuen sich wenn man sich mit ihnen unterhält und sie einfach nur mit einem „buenas“ begrüßt.
Mir ist nichts mehr fremd und ich habe endlich das Gefühl, in der Schule etwas Sinnvolles zu tun!
Meine Schüler halten mich jedoch ganz schön auf trapp- Hallelulja!
Die sind alle sooo aufgeweckt! Vor allem diese 3C -> die Horrorklasse.
Diese Klasse hat es geschafft sich soooo schlecht zu benehmen, dass sie geteilt wurden. In Mädchen & Jungs. Ein doppeltes Hallelulja.!!!
Das heißt, wir haben jetzt drei dritte Klassen. Daher mussten wir die Vorschulkinder an eine andere Lehrerin abgeben…
Die reine Mädchenklasse haben wir mal mehr, mal weniger im Griff. Man muss meistens einfach nur über Mädchenkitsch sprechen & sie sind „ruhig“.
Die Jungs Klasse hingegen, ach du liebe Zeit. Da gehts ab wie bei den Hotten Totten- einfach unvorstellbar. Ich wusste nicht, dass 8 jährige Jungs so krass drauf sein können. Würde der Klassenlehrer nicht mit uns im Raum bleiben, würde ich mich weigern, sie weiter zu unterrichten. Denn über fliegende Mäppchen, die extra in den Ventilator geworfen werden, damit sie es schön ordentlich durchs Klassenzimmer fetzt, darüber kann ich irgendwann nicht mehr lachen…da können sie mir noch so viele Heiratsanträge machen und mich mit Küsschen überhäufen.
Am liebsten würde ich ganz einfaches Englisch unterrichten- ohne Zeitdruck & ohne doofen Lehrplan im Rücken. Warum müssen sie in der dritten Klasse schon lernen, wie man eine Person mit grammatikalisch richtigen Sätzen beschreibt oder wie man die doofe Comparative Formen anwendet? Da würde ich ehrlich gesagt auch abschalten. Selbst wenn 2 süße Lehrerinnen vor der Klasse stehen und mit Bildchen & Liedern versuchen würden, mir das einigermaßen beizubringen.
Aber der Lehrplan schreibt das nun mal so vor & dem bevorstehend Examen ist es egal, ob es den Kindern Spaß macht und sie es verstehen.-.-

Wenn die Schule aus ist, verziehe ich mich entweder in mein Zimmer zurück oder helfe den Jungs / Mädchen bei den Hausaufgaben. Mir macht es Spaß ihnen zu helfen und es ist einfach nur lustig 😀
Ich fühle mich im Heim unter den Mädels so richtig wohl. Wenn gefragt wird, wie viele Mädchen im Heim leben, werden Verena und ich immer mitgezählt. Wir können mit ihnen über alles reden, sie können uns alles fragen und die Bindung zu ihnen, ist in den letzten Monaten sehr eng und etwas ganz Besonderes geworden. Eine Bindung, die ich nicht mehr missen möchte.
Vor ein paar Tagen kam auch einfach ein kleines Mädchen zu mir ins Zimmer und als wir so gequatscht haben und raus kam, dass ich bald gehen werde, konnte ich mich plötzlich kaum noch vor Umarmungen rette-.-
Um die traurige Stimmung zu beendet, hab ich sie mir geschnappt, sie geschminkt und in all meine Kleidchen gesteckt:)
DAS sind die Momente, die meine Freiwilliges Jahr ausmachen. Einfach nur ihr Lachen zu sehen und zu sehen, wie sie sich in meinen Highheels wohlfühlt:)

Auch wenn mir die Mädchen hin und wieder auf den Keks gehen und es mit ihnen oft mal zu Auseinandersetzungen kommt, weil die kleinen Mädchen in unserem Zimmer bocken, sie unser Kühlschrankfach leer essen oder samstags morgens um 7 wie wild gegen unsere Türe klopfen, würde mir ohne sie was fehlen.
Es würde mir fehlen, die Kleinen abends ins Bett zu bringen, ihnen Lieder vor zu singen und ihnen zum Einschlafen über die Nase zu streicheln.
Mir würde es fehlen, ihnen Englisch  i r g e n d w i e beizubringen, ihnen die englischen Texte in Spanischer Lautschrift aufzuschreiben, damit sie diese dem Lehrer wenigstens vorlesen können.
Es würde mir fehlen, sie zu schnappen und einen Spaziergang  zu machen, damit sie auch einfach mal aus der Einrichtung raus kommen.

Es würde mir fehlen Abends in der Küche mit ihnen Spiegeleier zu braten
oder einfach nur mit ihnen in der Bibliothek zu sitzen und zu quatschen.

Und auch die Heimjungs sind zum Verlieben:) 5 Minuten bei ihnen &  ich bin glücklich! Sie bringen einen immer zum Lachen und können einem den Tag versüßen:) Ich verbringe zwar nicht so viel Zeit mit ihnen, wie mit den Mädchen, denn sie haben ihre Zimmer in einem anderen Gebäude, aber die sind einfach soo cool drauf.
Es gibt so viele Momente, die es mir unvorstellbar machen, in 4 Monaten zu gehen. Viele kleine Momente, die mein Auslandsjahr einzigartig machen….
Letzten Samstag hat z.B ein Deutscher Chor im Schulgottesdienst gesungen. Für alle 600 Schüler war daher sofort klar: „Inez, das ist deine Familie, gell? Die sind so weiß wie du und der Mann dahinten ist dein Papa, stimmts?“
Das ist jedes Mal aufs neue total süß 🙂 Aber noch süßer war es, als der Schulchor gemeinsam mit ihnen „Danket dem Herrn“ singen durfte 🙂
Marie, die Frau des Deutschen Botschafters, bringt dem Schulchor nämlich ab und zu deutsche und französische Lieder bei. So hat sie mit ihnen an Weihnachten „Ihr Kinderlein kommet“ und „Petit Papa Noël“ einstudiert.
Die Kinder sind mit Leib und Seele dabei und total stolz drauf, Lieder in einer anderen Sprache singen zu können. Daher wollten sie dem deutschen Chor unbedingt ihre bisher einstudierten Lieder vortragen. Und so kam es, das am vergangen Dienstag, Weihnachtslieder in der Kirche gesungen wurden & das kurz vor Ostern 🙂

Manchmal ist mir ist mir gar nicht bewusst, was ich hier in Panamá alles erlebe. Und manchmal ist für mich schon alles so normal, dass mir gar nicht auffällt, was ich hier mache.
Dann sehe ich in Facebook Bilder von Freunden, die als Backpacker Länder bereisen & ich sitze hier im Ghetto.
War es richtig, mich für diesen Freiwilligendienst zu entscheiden?
>>Ja, das war es.<<

Ich lerne hier ganz besondere Leute kennen und ich lerne auch das Land ganz anderes kennen, weil ich in ihm lebe-  mittendrin.
Ich dufte Weihnachten, Karneval, Neujahr, meinen Geburtstag, ganz viele Feiertage,
Schule, Sommerferien, … erleben
Ich habe verschieden Orte bereist, erkundet und lieben gelernt.
Ich habe viele nette, komische, unheimliche, herzliche, ruhige, offene, verrückte und einfach nur normal Leute kennengelernt.
& in meinen nächsten 4 Monaten wartet noch von allem ein bisschen auf mich:)

4 Monate scheinen noch so lang zu sein, aber gestern waren es noch 5….

Neues Schuljahr- neues Glück ?

Letzte Woche hat das neue Schuljahr angefangen, somit auch das neue Glück?
Man weiß es nicht- man weiß es nicht- man munkelt nur:)….

Nach 2 Monaten Rucksack auf und wieder zu machen, war es eine mega Umstellung sich wieder an den Schulalltag zu gewöhnen, bzw an das frühe Aufstehen;)
Jetzt heißt es nämlich nicht mehr auschlafen und schauen was der Tag so bringt. Jetzt beginnt wieder der ernst des Lebens:)
Einiges hat sich auch an der Schule verändert…
Es gibt’s zum Beispiel ganz viele neue Lehrer, die Schule wurde um eine Klassenstufe erweitert – sie geht jetzt bis zur 6 ten Klasse – ,die Schule wurde über die Ferien von Bauarbeitern renoviert und umgebaut…
und es gibt 2 neue Teacher Inez & Verena

1 Woche bevor die Schule angefangen hat, haben Verena & ich erfahren, dass ein Englischlehrer für die 3. Klasse abgesprungen ist. Da so schnell natürlich kein Ersatz gefunden wurde sind Verena und ich eingesprungen & haben jetzt ENDLICH unsere eigenen Klassen!!!!!
Letztes Schuljahr haben wir ständig davon geredet

>> hach ich wäre jetzt für eine eigene Klasse bereit, ich würde da so viel anders machen ABER wie soll das nur gehen, wenn es genügend Lehrer gibt? <<

Das letzte Schuljahr haben wir ja nur die eigentlichen Englisch-teacher begleitet & ich stand oft einfach nur im Klassenzimmer herum, habe an die Tafel geschrieben- weil die Lehrerin keine Lust hatte, oder war damit beschäftig, sich gegenseitig prügelnde Schüler auseinander zu kriegen.
Ohh, das hört sich ja fast so an, als ob mir das letzte halbe Schuljahr kein spaß gemacht hat…im Gegenteil:)
Es hat schon spaß gemacht und manchmal war ich  gottfroh, nicht allein vor der Klasse zu stehen, aber ich hätte schon gerne hier und da etwas anders gemacht oder auch was neues ausprobiert.
Aber jetzt sind wir Teacher – so richtige Teacher.

Verena und ich unterrichten gemeinsam die 3°A und 3°B und zusätzlich haben wir noch Kinder C (Vorschulkinder).
Als wir angefangen haben, uns auf den Unterricht vorzubereiten, hat sich die anfängliche Freude immer mehr in Angst umgewandelt. -Bei mir zumindest-
Ich wusste eben, wie die Klassen letztes Schuljahr waren & ich wusste auch, dass wir genau diese Schüler wieder kriegen würden.

Ich konnte mir plötzlich nicht mehr vorstellen, dass die Kinder mich je respektieren würden, wenn mein Spanisch nicht perfekt ist. Ich hatte Bilder vor Augen, in denen mich die Schüler auslachen, keinen Respekt haben, sich prügeln werden & über Tische und Stühle rennen. Ich hatte echt Schiss…
…dann stand der erste Schultag vor der Türe und Verena & Inez standen vor der ersten Klasse — der 3°A.
Meine Horrorvorstellungen hatten sich bestätigt. Es ist Papier durch die Lüfte geflogen, mein Spanisch wurde ausgelacht & wenn ich auf Englisch schimpfe bringt das auch nichts, weil sie mich dann gar nicht verstehen-.-
Man kann sich kaum vorstellen, was sich innerhalb 1 Stunde in den 4 Wänden abspielt. Ich selbst fühle mich wie in einem schlechten Film und ich habe mich schon dabei ertappt, wie ich einfach nur da stand und ihnen zugeschaut habe…

Total verzweifelt sind wir in die nächste Klasse gegangen & ich habe mich ständig gefragt “Wie bringen wir den Schülern nur was bei?”
“Wie Überstehen wir die Tage”
“Was sollen wir nur machen und wie können wir was ändern?“

Aber die zweite Klasse, die 3°B, war wie ausgewechselt.
Wir haben das Klassenzimmer betreten -und es war still. Wir haben angefangen über das bevorstehende Schuljahr zu reden & haben mit ihnen gesungen -und es war still.
Sie haben respekt & hören auf uns. Mit ihnen können wir so richtig arbeiten & wir schaffen es sogar, dass ein Schüler vor der gesamten Klasse reden kann und er in der hintersten Reihe verstanden wird. Klar passt nicht jeder auf, wer macht das auch schon in Deutschland?  Und es wird auch ab und zu im Klassenzimmer  rumgerannt und rumgeschriehen, aber für Chorrillo Verhältnisse ist dieses Klasse ein Traum. Wir haben sie im Griff & ich bin sooo glücklich darüber. Yesss:)

Und dann wäre da noch die Vorschulklasse. Die sind zum anbeißen süß:) Die machen alles was man ihnen sagt & mit den kleinsten Kleinigkeiten kann man sie begeistern. Allerdings fällt es mir etwas schwer, Unterricht für sie zu planen. Denn dadurch, dass sie werder lesen noch schreiben können, ist das garnicht so leicht. Und sie ständig malen lassen, können wir ja auch nicht. Das machen sie so gut wie den ganzen Tag:)
Wir kriegen aber volle Unterrstützung von der Direktorin und den anderen Englischlehren und gemeinsam mit ihrer Hilfe kriegen wir das auch gut hin:) Wobei wir für die 3. Klasse alles selber machen.
Das ist z.B unser neues „Good morning“ Lied. Der absolute Hammer und ein mega Ohrwurm:)
http://www.youtube.com/watch?v=L89IDDq30J8

Wir werden in der Schule endlich als „Lehrer“ angesehen und nicht mehr als die 2 „kleinen deutschen Freiwilligen, die mit der spanischen Sprache kämpfen“. Es klappt immer besser…:)

Was wir allerdings mit der Horrorklasse – der 3°A – machen werden, um sie in den Griff zu bekommen, weiß ich nicht.
Das einzig beruhigende an dieser Klasse ist, dass es nicht an uns teachern liegt, dass wir sie nicht im Griff haben. Sie hat schon nach der ersten Woche den Namen „Horroklasse“ & die Schüler haben es geschafft, dass der Klassenlehrer bereits ausgewechselt wurde. Wer diese Klasse in den Griff kriegt, vor dem ziehe ich den Hut.
Verena & ich werden es auch irgendwie meistern….i r g e n d w i e  &  i r g e n d w a n n . [Vielleicht ja in meinem nächsten Leben]
Aber solange wir die 3°B & die Vorschulkinder haben und es weiterhin so gut mit ihnen klappt, habe ich kein Problem damit mich täglich in das Schlachtfeld der Horrorklasse 3°A  und deren täglich vorraussehbaren Prügeleien zu begeben.
Denn schließlich hätte es noch viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Schlimmer kommen können:)
Stellt euch mein 2 solche Klassen vor…
..
..
..
..
..

…..ohh Gott nein, lieber nicht.

Auch wenn ich jetzt weiß, dass ich in meiner Zukunft keine Lehrerin sein will, genieße ich es hier mit „Teacher Inez“ angesprochen zu werden und bin froh & dankbar darüber hier zu sein und diese Erfahrung zu machen.

Ihm scheint es wohl spaß zu machen:)

Jaaa… Kleidungsstücke lernen:)

Neues Schuljahr – neues Glück?
– ja
Ich bin glücklich, dass wir eigene Klassen haben<3

Die 5. Jahreszeit in Panamá

Naja ob es sich hier in Panamá um die 3. oder die  5. Jahreszeit handellt, darüber lässt sich streiten, weil genaugenommen gibt es ja nur Regenzeit & nicht Regenzeit 😀
Aber egal…die 5. Jahreszeit ist nun mal die 5. Jahreszeit und deswegen hieß es in Panamá

C a r n a v a l  –uh uh uh

Wenn es in Deutschland heißt…“Wuahhhheeaaaa HAUPTFASNET- ich schlaf mal besser vor!“ Dann geht es auch hier in Panamá los!
Überall, egal ob im Fernsehen, Radio oder auf den Straßen, es wird nur noch über den Carnaval geredet! Denn Carnaval wird hier in Panamá nur in den 4 Tagen, in denen in Deutschland Hauptfasnet ist, gefeiert. Aber so richtig 😀
Tja jetzt wisst ihr somit auch, in was für einer Verbindung mein letzter Trip stand. Wenn ich schon in Panamá bin & auf die Fasnet in Deutschland verzichten muss, lass ich mir doch nicht Carnaval in Panamá entgehen:)
Speziell die Region Los Santos ist in Panamá sehr beliebt & bekannt für seine Feste. Und alle wollen DA hin.
Ich habe schon vor Monaten angefangen eine Unterkunft zu finden, aber für 2 Freiwillige war das ganze unbezahlbar-.-
Ich hab es schon fast aufgegeben gehabt & bin schon davon ausgegangen, dass ich jetzt nicht nur die Fasnet in Deutschland verpasse, sondern auch hier in Panamá…aber Inez hat sich, wie so oft, mal wieder völlig umsonst Sorgen gemacht:)
Wir wurden nämlich ganz spontan von einer Altenpflegerin unsere Einrichtung zu sich nach Hause aufs Land, in der Region Los Santos, eingeladen!!!:) Also haben wir  wieder den Rucksack aus dem Schrank geholt, alles reingestopft und sind in Richtung Carnaval gefahren:)
Das Haus ihrer Familie befindet sich in einem kleinen Dörfchen außerhalb der Stadt Penonomé & ist so richtig Panamaisch. Es ist klein, schnuckelig, provisorisch und kunterbunt eingerichtet und sowohl das Klo, als auch die Dusche befinden sich außerhalb des Hauses. So kann man während dem Duschen die gesamte Nachbarschaft beobachten [und wenn ein Windstoß kommt, und den Duschvorhang wegbläst, kann die gesamte Nachbarschaft einen selbst beobachten:D]
Insgesamt haben wir 3 Tage in dem Häuschen verbracht & es war soo schön, ein bisschen in einer Familie zu leben bzw. das Familienleben der Panamños mitzuerleben – mal was anderes als im Kinderheim, aber mindestens genau so chaotisch 😀 Es handelt sich nämlich in Panamá nur selten um Kleinfamilien.
Wir wurden von allen Tanten und Onkels, Mamas & Papas, Cousins, ….,  mit offenen Armen empfangen & es wurde sich ganz lieb um uns gekümmert. Uns wurde die gesamte Umgebung gezeigt, für uns wurde eine kleine Motorradtour organisiert,


& mit uns wurde an den Strand gegangen, ….

So waren sie aufgeräumt;)

Ohh je der Strand:) Da hatte ich auch so ein Erlebnis.
1) ICH bin auf einem Pferd den Strand entlang geritten.
Reiten ist zwar nach wie vor nicht mein Ding – die Pferde sind mir  einfach ein Tick zu groß und der Hintern tut mir davon auch weh – aber es war trotzdem irgendwie toll:)
2) Von irgendeiner Cousine der Mann, hat ein Fischerbootle, wodurch wir an einen Sack Fische gekommen sind. Tja und dann wurde >> ZACK << der Sack aufgemacht, Messer rausgeholt & Fische ausgenommen. Mir wurde fast schlecht…aber wisst ihr was? Der Fisch wurde abends natürlich sofort zubereitet und ich habe selten sooo einen guten Fisch gegessen 🙂

Ups… vor lauter Familie, bin ich ja ganz vom Thema abgekommen!
-> C a r n a v a l ! ! ! !    Wuhee

Eine übers ganze Jahr ruhige Stadt, verwandelt sich in der Carnavalszeit in die Partymeile Nummer 1. Der Pan-American Highway (einzige Autobahn durch Panama. Naja sie beginnt in Mexico & endet in Panama, macht dann einen kleines Hopser über die Columbianische Grenze und geht dann weiter bis nach Argentinien) ist verstopft & droht aus allen Nähten zu platzen. Die Menschen quetschen sich durch die Straßen der Stadt um bloß nichts zu verpassen & aus den Boxen dröhn 1000 mal so laute Musik, wie in el Chorrillo.

Mittendrin Inez  – Mit ganz großen Augen.

Für Carnaval ist es hier typische, dass Reinas (Königinnen) gewählt werden.  Das ist auch im Fernsehen auf so ziemlich jedem Kanal zu verfolgen. (Falls jemand keine Carnaval mag, ist man danach trotzdem bestens informiert )
Abends / nachts  werden wunderschöne Umzüge veranstaltet und überall wird zu Salsa, Reggae oder was weiß ich was, bis in die frühen Morgenstunden getanzt:)
Tagsüber ist daher aber nicht Ruhe angesagt, im Gegenteil! Ich mein, wenn der Carnaval nur 4 Tage im Jahr ist, muss da jede Sekunde ausgenutzt werden!
Am Tag wird, genauso wie in der Nacht,  g e t a n z t  –  g e t a n z t  –  g e t a n z t !
Damit man aber bei 35° aber nicht eingeht, werden Lastwagen mit Wassertanks auf den Platz gestellt, womit die Leute nass gespritzt werden. Das ist soo abgefahren!
Aus allen Ecken hört man die Leute nur „aqua, aqua, aqua “ (Wasser)  schreien & keiner kriegt genug davon.

Ich würde so gerne etwas über die Umzüge & die Reinas erzählen….
A   B   E   R   da muss ich euch jetzt was gestehen…
Außer  ,,aqua, aqua, aqua“  hab ich nichts gesehen. Die Umzüge waren irgendwie immer da, wo ich nicht war. Frechheit ! ! !
Aber ich hab die Reinas im Fernsehen gesehen, wie sie auf ihren rießen Umzugswägen durch die Straßen fahren 😀
Wie gesagt, waren wir die ersten 3 Tage bei der Familie zu Hause. Dann ging es aber spontan noch für 2 Tage, eine Stadt weiter und zwar nach Santiago.
Dort leben momentan 3 weitere deutsche Freiwillige:) Und wir wurden von ihnen eingeladen, auch ein bisschen Carnaval bei ihnen zu feiern:) es war einfach mega gut!!
& wisst ihr, was cool ist? Wir sind mit ihnen im SELBEN Flugzeug – am 3. August. 2011 um 7.40 Uhr – von Frankfurt nach Panama geflogen und haben uns erst nach nach 6 Monaten, bei einem Empfang für Guido Westerwelle beim Deutschen Botschafter daheim, kennengelernt. Zufälle gibt’s 😀
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Jetzt sind diese Tage auch schon wieder vorbei, genauso wie die Sommerferien.
Das Mädchenheim ist wieder mit Mädchen gefüllt & endlich herrscht wieder Chaos ❤
Es war schon sehr ruhig ohne sie.
Mann kann also sagen „Das Heim lebt wieder“.
Und als kleine Überraschung haben Verena und ich eine kleine „Welcome back fiesta“ für sie gemacht. Wir haben Pizza gebacken und Pudding genascht….

mhh lecker…

sie wollten auch mal Schneemänner bauen:))

& ich habe einfach nur genossen….

Inez auf Reisen

// Schranktür auf, Rucksack raus, Klamotten & Tagebuch rein, Rucksack zu und LOSSSSS geht’s!

Wie ich in meinem letzten Blogeintrag geschrieben habe, ging es erst einmal Campen! Juhaa 😀 ich hatte ehrlich gesagt etwas Angst davor. Ich wusste nicht, was mich erwarten wird und ich kannte auch keinen der Jugendlichen, mit denen wir gehen würden.
Alles was ich wusste war, dass es ein Treffen mit anderen 400 Jugendlichen verschiedener Kirchengemeinden sein wird & wir im Fluss baden werden.

Inez hat sich mal wieder umsonst Sorgen gemacht. Es war eine tolle Woche. Ich habe sooo viele neue Leute kennengelernt und ich bin so glücklich, dass ich die Chorrillo Jugend richtig kennengelernt habe. Die sind sooo herzlich und lieb! Wenn man sich nicht in sie verliebt, weiß ich auch nicht.

Sie bringen mir sogar die „Ghetto Sprache“ bei. 😀 pahh wenn ich wieder Heim komme, rede ich Spanisch und keiner versteht mich;))

Zum Beispiel:
>>Oye! Que lo que te pasa loco? Deja mi pollo en paz!<<

Die wörtliche Übersetzung:
>>Na hör mal du Verrückter, was ist los mit dir? Lass mein Hühnchen in Ruhe!<<

„Ghetto“ meaning:
>>Alter du Spinner was isch looooos mit dir? Lass die Finger von meinem Freund, klar?!!!! (fester freund)<<

Es war so lustig mit ihnen- nein, es war mit allen lustig.  Sogar das im Fluss baden. Also mit baden ist waschen gemeint … von einer Dusche war nämlich weit und breit keine Spur :O. So standen Nachmittags alle in dem Fluss und haben sich die Haare einschampuniert 😀 Danach war man noch dreckiger als davor…und wirklich umweltschonend war es auch nicht, aber es war total lustig 🙂 Ach ja und jeden Morgen war um halb 6 Aufstehen und im Fluss baden/ waschen angesagt. Ich habe es genau 1 Tag mitgemacht und die restlichen 5 habe ich mich nochmal umgedreht und geschlafen:)

Verena und ich waren auf dem Camp der absolute Renner. Immer wenn die verschiedenen Regionen Panamas aufgezählt wurden, wurden am Ende auch immer noch die „Alemanas“ erwähnt. Ha wir hatten eine eigene Gruppe. Eigentlich ganz cool…aber als am letzten Tag des Camps aus jeder Gruppe 2 Leute auf die Bühne gebeten wurden, um etwas über die Woche zu sagen, fanden wir es überhaupt nicht mehr cool. Ich hab ja schon Probleme ein Schulreferat vor 30 Klassenkameraden zu halten. Wie soll ich dann bitte s p o n t a n, vor 4 0 0 Jugendlichen auf s p a n i s c h   ins   M i k r o f o n reden? Ich bin fast gestorben…und ich weiß auch nicht mehr was ich gesagt habe. Aber wir haben einen mega Applaus bekommen. Ob der jetzt aus Mitleid oder für unsere 1A Leistung stand, weiß ich nicht. Aber wir leben noch.

Sodelle -jetzt geht’s weiter

Bustüre auf   –   alle Chorrillo Leute rein   –   Bustüre zu- und ab zurück nach Hause   —
Bustüre auf  –  alle raus —
Rucksack auf  – alles waschen + mich selber gründlich waschen  –  alles wieder in Rucksack rein  –  Rucksack zu —

und ab geht’s nach Costa Rica!!!

Vor Costa Rica haben wir allerdings erst noch einen kleinen Abstecher in Boquete gemacht. Boquete ist einer der schönsten (& kältesten) Orte Panamas.
Was verstehen Panamaer unter „Kalt“? ->15°C.
Aber wisst ihr was? Es war wirklich sau kalt…jaaa ihr verdreht jetzt die Augen, ich weiß, dass es bei euch in Deutschland sehr lange Minusgrade hatte. Aber wenn man nur mit einem leichten Strickjäckchen und einer nicht Windfesten Regenjacke nach Panama reist, können 15°C auch kalt sein. (Hundeaugenblick)
Boguete ist eine Vulkangebiet und unheimlich schön.Überall blühen Blumen & es wimmelt nur so von Kaffeeplantagen.

Da schnupper ich an Kaffeebohnen:)

Auf den Vulkan sind wir allerdings nicht hoch, aber wir haben was viel Cooleres gemacht und zwar eine Canopy Tour. Das war der absolute Hammer!! Es hat zwar genieselt und es war k a l t , aber durch das Adrenalin hat man das vergessen 😀

Danach ging es weiter nach San Jose!!!!
Da muss ich jetzt kurz knallhart sein & sagen, dass diese Stadt total hässlich ist! Wirklich:) aber wir waren ja auch nicht da, um die Stadt anzuschauen sondern um eine Freundin von mir zu treffen:) Es war toll jemand Bekanntes aus Deutschland zu sehen und auch schon ganz bald, kommt sie mich in Panama besuchen…
Wobei wir Stadt natürlich schon auch angeschaut haben- wenn wir schonmal da waren:)
[[ Man beachte das gelbe Angebotsschild im Hintergrund:))
Wenn man in Costa Rica einkauft & bezahlt, fühlt man sich wie bei Monopoly:))
ERSTENS ist es sau teuer & ZWEITENS hat die Währung so viele Nullen:)) ich war nur mit umrechnen beschäftigt. Da kauft man nähmlich eben mal ne Packung Milch für 600 Colon oder zahlt für eine Busfahrt zu unserem nächsten Reiseziehl 3.500 Colon. Wär ja zu schön gewesen, wenn es mal gehießen hätte „gehen sie über LOS und ziehen sie 4000 ein“ (wobei das wären ja dann ca nur 8 $-.-) ]]

Unsere nächstes Reiseziel war Manuel Antonio, einen Nationalpark.-> endlich wieder schönes heißes Wetter:) Die Fahrt dorthin war allerdings schrecklich…in Panama ist es nämlich so, dass ALLE Busse mit Klimaanlagen ausgestattet sind & man deshalb am Besten mit einem Schneeanzug reisen sollte. In Costa Rica ist das allerdings nicht der Fall. Inez & Verena wussten das allerdings nicht. Ja tolle Wurst…es war so verdammt heiß, aber ich konnte ja schlecht meine Hose ausziehen:/
Der tolle Strand & der Nationalpark haben aber alles wieder gut gemacht:) Eigentlich bin ich  ja kein Nationalpark -Fan. Da läuft man eben durch grünes Gestrüpp. Wenn aber über deinem Kopf Affen rum hopsen, ist das schon nicht schlecht:) Selbst am Strand hat uns eine komplette Affenfamilie besucht. Man musste allerdings auf seine Tasche aufpassen…die süß wirkenden Affen kennen da nix und nehmen sich einfach was sie wollen…

Für unsere weitere Reise war eigentlich „Puerto Viejo“ geplant. Ein Karibikstrand. Doch uns wurde von anderen Backpackern geraten, dass wir die Atlantikseite zu dieser Jahreszeit meiden sollten, da es dort nur regnet. Außer wir würden drauf stehen, dann sollten wir DA hin.
Mir war aber so gar nicht nach nass & kalt. Also sind wir spontan an einen anderen Strand am Pazifik namens Santa Theresa gegangen, der bestimmt genau so, wenn nicht sogar schöner war. Zwar mit unglaublich hohen Wellen, aber die waren cool 😀

JA, wir hatten unseren Spaß:)

Und schwuuuups waren 2 Wochen rum und wir mussten mit unserem Rucksack auf dem Rücken wieder die Heimreise antreten… Ich wollte nicht:
1) weil ich wusste, dass 26 Stunden Busfahrt vor uns liegen werden
2) weil wir eigentlich gar nicht wussten, ob überhaupt Busse fahren bzw. ob die Grenze offen ist, da in Panama Demonstrationen & Proteste waren und deshalb die Grenze nach Costa Roca geschlossen wurde- nein tut mir leid, ich weiß leider nicht aus welchen Grund demonstrationen:)
3) weil ich dann meinen kompletten Rucksackinhalt schon wieder waschen durfte. Da drin sah es nämlich aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hat. Mannomann ich steh nicht so drauf, mit Rucksack zu reisen. Wie machen das die Backpacker, die 6 Monate oder 1 Jahr weg sind? Ich schaff es ja nicht einmal 2 Wochen & krieg schon die Krise…Ohh Gott, ich hab Probleme …
Jedenfalls ging es dann wieder ab nach Hause & wir hatten Glück -oder auch nicht Die Grenze war nämlich offen…und nachdem wir morgens um vier, zwei Stunden vor dem Schalter warten durften, bis wir den Einreisestempel gekriegt hatten & ich dem Lieben hinter-dem-schalter-sitze-mann erklärt habe, warum ich 2 Pässe habe (einen Deutschen und einen Spanischen. Im Deutschen ist mein Jahresvisum und im Spanischen mein Einreisestempel nach Panama, hab ich jaa suuuper gemacht, gell :D) ging es dann auch zurück nach el Chorrillo.

Dort wurden wir dann erstmal von einem neuen Heimmädchen begrüß:) Die kleine 6 Jährige Alba ist mindestens genauso aufgeweckt wie die anderen 4 kleinen & genau soo süß…ich freue mich auch die chaotische Zeit mit ihr und kann es kaum erwarten, bis die anderen Mädchen wieder da sind:) mir fehlt das Chaos ❤

Es ist schön, wieder „daheim“ zu sein. (Abgesehen vom Wäsche waschen)

// aber die Ferien sind trotz allem noch nicht zu Ende…

… ihr werdet allerdings erst bei meinem nächsten Eintrag erfahren, welcher Trip die nächsten Tage noch vor mir steht:)

Also dann…ich geh mal packen 😀

// was mich glücklich macht

… //dass die Regenzeit endlich vorbei ist // von den Omis und Opis im Altersheim wieder erkannt und mit einem Winken begrüßt zu werden // am Meer entlang, auf die Stadt zu zulaufen // Schnäppchen zu machen;) // einen spanisch grammatikalisch richtigen Satz über die Lippen zu bringen // oder auch einfach nur einen für mich perfekten spanischen Dialog zu führen // wenn ich mit Verena Karten spiele und auch (mal) gewinne  // kleine Geschenkchen von daheim zu erhalten // das Gefühl, nach einen Skype-Date;) // im Posteingang ein neues Briefchen zu sehen // Spätzle mit der neuen Spätzlespresse zu machen// auf den Straßen in el Chorrillo erkannt und begrüßt zu werden // von den Taxifahrern für meine Arbeit hier bewundert zu werden // eine heiße Dusche // einen Browniemilchshake zu trinken 😀 // ein Tag ohne Sonnenbrand oder noch besser ein Tag ohne neue Mückenstiche // …

Aber wollt ihr vielleicht das Rezept wissen, das mich vor Kurzem am glücklichsten gemacht hat?

Man nehme:
– Papa & Bine
– setze sie in ein Flugzeug
– lässt sie über Bogota bis zu mir bis nach Panama fliegen
– & ganze 3 Wochen bei mir sein.

3 Wochen – das sind fast 4 und somit ein Monat.
& ein Monat ist 1/12 meines Freiwilligendienstes…das scheint ja total lang zu sein. Doch 3 Wochen sind eben „nur“ 21 Tage. Umgerechnet sind das – 504 Stunden –30240 Minuten.
Ich habe die Tage gezählt bis ihr Flieger endlich in Panama gelandet ist & ich habe jede Minute genossen, die ich mit ihnen verbracht habe.

In 30240 Minuten kann man auch eine ganze Menge erleben.
Ich konnte ihnen mein Leben hier zeigen- unsere Zimmer mit damals noch staubigen Schranktüren, die Einrichtung, ein paar Kinder, die Padres & ganz klar: die Stadt 🙂
Für mich alltägliche Dinge, waren für sie ganz neu. Zum Beispiel die ohrenbetäubende Musik in den Bussen oder in den Straßen von el Chorrillo.
[Das macht mir ohne Witz nichts mehr aus, ich nehme es auch gar nicht mehr war. Wenn aber der Duschkopf tropft oder das neu angebrachte kastenförmige Gerät auf dem Dach brummt, krieg ich schier die Krise:D]
Ich habe sie durch alle Gassen und Straßen der Stadt geführt.
Vom Bankenzentrum über die wunderschöne Altstadt, bis hin zur amerikanisch geprägten Mall oder einer Einkaufsstraße (Panameños nennen sie auch „die Mall der Armen“). Tja und dann wäre da noch  „el Chorrillo“ mein aktuelles Zuhause….
Panama Stadt ist einfach unglaublich. Ich glaube, dass ich das schon einmal in einem anderen Blogeintrag geschrieben habe, aber ich muss es einfach noch einmal erwähnen:)

Doch wofür ist Panama (Stadt) am Meisten bekannt? Jaaa genau, der Panamakanal! Ein Ausflug zu einer der Schleusen durfte da natürlich nicht fehlen.  Aber noch viel cooler war es, die Hälfte des Kanals mit einem Schiffchen zu durchqueren. Es ist einfach faszinierend durch 2 der insgesamt 3 Schleusen durchgeschleust zu werden, aber noch viel faszinierender ist es, an einem riesigen Containerschiff mit dem Namen „Dresden Express“ vorbei zu fahren . Wir können jetzt sagten, dass wir schon einmal auf dem Panamakanal rumgeschippert sind. Uiiii.
Das war ein richtig richtig toller Ausflug!

Aber in den 30240 Minuten haben wir auch noch ganz viel andere tolle Ausflüge gemacht & viele andere Teile / Orte Panamas gesehen und erlebt.
So habe ich einmal, während dem Duschen Glühwürmchen beobachten können, da unser Häuschen keine Wände hatte. Oder wir sind mit Taschenlampen & Gummistiefeln ausgerüstet durch eine Stockdunkle Höhle gewandert // geschwommen. An der Decke hingen 1000000000000 Fledermäuse und ich durfte kein Mucks von mir geben, sonst währen ALLE los geflattert -> Klappe halten:)

Eine typische & waschechte Kuna Frau

Eine typische & waschechte Kuna Frau

Wir waren auch auf einer kleinen Insel in San Blas. San Blas befindet sich an der Karibikküste und bildet die Heimat der Kunas.
Dieses Küstengebiet ist für seine Traum Karibikstrände sehr bekannt und hat insgesamt 365 kleine Inselchen, welche nicht weit vom Festland entfernt sind. Und auf einem der kleinen Inseln waren wir:)
…das war richtig, richtig schön. Ich werde jetzt aber keine Bilder reinstellen, weil laut meinem Papa kann man das eh alles auf Google anschauen…also wozu noch Bilder machen?  Späßle;)

Zu der Insel gehören logischerweise auch viele Nachbarinseln. Und um zu den Inseln zu kommen, benötigt man ein Boot. So: wenn jetzt allerdings eine dieser Inseln meint, dass sie weit draußen auf dem offenen Meer sein muss…und wenn dann auch noch Papa, Bine & Inez meinen, dass sie DA hinmüssen, dann wird es der Inez wegen dem Wellengang ein bisschen schlecht! Ja ich finde das wichtig zu erwähnen…:D ! Aber eine Hängematte und ein Mittagschläfchen sind dagegen die beste Medizin:) Und es hat sich am Ende echt gelohnt. Die Insel war total einsam und verlassen. Überall lagen diese rießen Schneckenmuscheln und Kokosnüsse herum und beim Schnorcheln konnte man so viele verschiedene Fischchen und Pflanzen sehen. Ein Rochen hat allerdings gemeint, dass er mich zu Tode erschrecken muss, indem er fast mit mir gekuschelt hat. Da konnte ich dann trotz Schnorchel im Mund leider nicht die Klappe halten 😀 ja ich bin ein Angsthase aber trotzdem liebe ich es zu Schnorcheln:) Und wisst ihr was? Ich bin langsam eine echte Panameña. Ich hab nämlich eine Kokosnuss mit nur ein paar Schlägen auf einen Stein aufgekriegt. Da war ich schon ein bisschen stolz auf mich:) nachdem das bei meinem letzten Versuch in „Bocas del Toro“ nicht so geklappt hat (da habe ich versucht die Kokosnus mit Hilfe einer Muscheln und einem mini Stein zu öffnen…tzzztzzz wie lächerlich :D)

Tja, aber jeder Urlaub & jeder Besuch hat leider mal ein Ende. Es war toll ein bisschen Familie über Weihnachten bei sich zu haben und Zeit mit ihnen zu verbringen. Wie viel Minuten waren es doch gleich? 😉
–und jetzt sind sie wieder weg. Jetzt wo es in Panama Stadt ununterbrochen strahlend blauen Himmel hat;)
Es ist mir schwer gefallen sie wieder gehen zu lassen…denn die Zeit mit ihnen war unbeschreiblich toll!

Aber was ist der Schmerz des Abschieds verglichen mit der Freude des Wiedersehens?

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Jetzt ist es wieder ruhig und dadurch dass hier in Panama gerade Hochsommer und somit Sommerferien sind, sind auch alle Kinder aus dem Heim bei ihren Familien zu Hause oder auf Freizeiten gefahren.

Was ziehen wir daraus? -> Inez & Verena haben sturmfrei:)

Eigentlich wollten wir diese Woche nach Costa Rica reisen…aber wir haben vor ein einigen Tagen erfahren, dass wir mit ein Paar Jugendlichen aus el Chorrillo auf ein großes Camp gehen. Okayyy  und so gehen wir nun wir halt mal campen 🙂
Bin gespannt wie es wird:)

Aber unsere Costa Rica Reise treten wir trotzdem noch an…nur eben etwas später:)

ich freue mich darauf


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ich hab noch nen kleinen Schmunzler:)
Man beachte uns 3 kleine Scheißerle und dannach dann die 2 Riesen vor uns!!
😀